Heute ist wieder so ein Tag wo ich mein Leben wegschmeißen möchte. Vor 10 Jahren erlitt ich einen Schlaganfall der mich linksseitig komplett und rechtsseitig spastisch lähmte. Meine Stimmbänder und meine Zungen waren gelähmt sodass ich lange Zeit sprach- und stimmlos war. Das hat sich Gott sei Dank so weit gegeben dass ich wieder verständlich sprechen kann. Ich sitze aber immer noch im Rollstuhl und kann mich kaum bewegen, bin 46 Jahre alt und inzwischen berentet. Was das für ein Leben ist kann sich ja jeder ausmalen.
Jedes Tier erlöst man wenn man es leiden sieht, selbst Wildtiere werden wenn sie in der Stadt leben von der Feuerwehr zu Tierärzten gebracht und ggfs. von ihren Leiden erlöst.
Einem Menschen der bei klarem Verstand ist wird es nicht ermöglicht würdevoll aus dem Leben zu scheiden. Er muss sich vergiften, aufhängen oder ausbluten lassen.
Könnte man nicht ähnlich wie bei einem Schwangerschaftsabbruch eine mehr monatige "Beratungspflicht" einführen und wenn der Betreffende dann immer noch willens ist zu sterben ihm dieses ermöglichen?
Ähnlich wie es der Schweizer Sterbehilfeverein Dignitas durchführt.
In ein paar Jahren, wenn es unserer Gesellschaft aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich ist, alte und chronisch Kranke sowie Behinderte einen lebenswürdiges Leben zu ermöglichen, kommt vielleicht das große Umdenken.
Ich führe zur Zeit ein sinnloses und trostloses Leben, und koste der Gemeinschaft nur Geld. Ich würde meinem Leben gern ein Ende setzen, wenn ich wüsste das es 100% klappt. Die Möglichkeit dass ich es nicht richtig mache, gefunden werde und wieder aufs Neue medizinisch versorgt und in "dieses" beschissen Leben zurück geschickt werde oder noch schlimmer dran bin wie jetzt, hält mich vorerst noch ab.
Ich hoffe aber inständig dass es bald humane Möglichkeiten geben wird Menschen die krank und schwerstbehindert sind ihren Todeswunsch zu erfüllen.