An der Behelfsbrücke befinden sich beidseitig Stufen. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK) Bild als E-Card versenden MANSFELD/MZ. Auf der Baustelle an der Brücke über den Talbach in Mansfeld-Leimbach erregt eine Behelfsbrücke die Gemüter. Denn: Auf beiden Seiten ist ein Absatz zu überwinden. Für gesunde Fußgänger stellt das keine besondere Hürde dar. "Aber für Leute im Rollstuhl oder Gehbehinderte ist das nicht zu schaffen", beklagt Thomas Deyda, der selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist. "Da wird jede Stufe zu einer Qual." Dabei sei es doch sicherlich möglich, Rampen an die Behelfsbrücken zu installieren. Dann sei die Brücke und somit der Talbach auch auf kurzem Wege für Rollstuhlfahrer passierbar.
Jetzt müsse man einen großen Umweg in Kauf nehmen, und zwar über den angrenzenden Supermarktparkplatz. Das seien schon deutlich mehr als einhundert Meter. Für ihn selbst sei das noch einigermaßen zu bewerkstelligen, da sein Rollstuhl über einen Elektromotor verfügt. Aber es gebe eine Reihe von Leuten, die durch die Stufen deutlich größere Schwierigkeiten haben.
Thomas Deyda hat sich deshalb an das Bauamt der Stadt Mansfeld gewandt, um das Problem zu lösen. Allerdings ist nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Bau der Bauherr. Und dort hatte man eigentlich gar keine Behelfsbrücke vorgesehen. Vielmehr sollten die Fußgänger generell den deutlich längeren Weg über den Parkplatz nutzen. Auf Drängen des Landkreises sei dann aber doch diese Notbrücke aufgebaut worden, heißt es aus dem Mansfelder Bauamt.
Am kommenden Montag ist die nächste Bauberatung anberaumt. Dort will das Mansfelder Bauamt dieses Problem ansprechen.
Dass dabei etwas Positives für die Rollstuhlfahrer herauskommt, das hofft Thomas Deyda. Bei der Sanierung der Friedensallee habe das doch auch problemlos geklappt. Offenbar könnten die Leute, die solche Entscheidungungen zu treffen haben, sich nur schwer in die Lage von behinderten Menschen hineinversetzen