Wie gefährlich ist ein Blitzeinschlag im Flugzeug?
JEDES VERKEHRSFLUGZEUG wird laut Statistik mehr als einmal im Jahr vom Blitz getroffen. In der Regel flackert dann kurz das Kabinenlicht und das war´s dann auch schon. Doch die Folgen können, zumindest theoretisch, sehr viel dramatischer sein. Denn nicht alle Flugzeuge sind rein aus Metall gebaut und bei modernen Flugzeugen wurden einige Teile durch Gewichtsparenden Kunststoff ersetzt. Dadurch ist das Flugzeug kein vollständiger Faradayscher Käfig mehr. Das führt dazu, dass der Blitz nicht über die Außenhülle des Jets abgeleitet wird. Sein starker Strom kann den Weg in die Verkabelung finden und so die Bord-Elektronik zerstören. Die meisten sensiblen elektronischen Bauteile eines Flugzeugs sind zwar mehrfach gesichert, aber noch immer nicht alle. Besonders leicht findet der Blitz seinen Weg in abstehende Teile wie Lufteinlässe am Triebwerk oder Flügelspitzen, aber auch in Fenster-und Türdichtungen. Um den Blitz ableitenden Faradayschen Käfig wieder herzustellen, haben Forscher ein Verfahren entwickelt, bei dem feine Drahtgitter(meist aus Kupfer) auf die Oberfläche der Maschine angebracht werden - damit sind alle äußeren Werkstoffe (Metall, Kunststoff etc.) des Flugzeugs wieder elektrisch leitend miteinander verbunden. Ansonsten gilt unter den Piloten die Regel: Wenn möglich, wird über ein schweres Gewitter hinweg geflogen - oder drum herum.
---------------------------- In jüngster Zeit häufen sich die Meldungen über Gesundheitsprobleme von Besatzungsmitgliedern im Zusammenhang mit verdächtigen Gerüchen in Flugzeugen. Verkehrsflugzeuge verfügen über eine abgeschottete Kabine, in die Luft eingeblasen wird, um den Druck auf einem für Menschen erträglichen Niveau zu halten. Bereits seit der 1959 eingeführten Caravelle hat sich dabei das Verfahren durchgesetzt, einen Teil der in den Triebwerken komprimierten Luft abzuleiten. Diese Zapfluft ist eigentlich rein, birgt aber die Gefahr, dass bei Undichtigkeiten im Triebwerk auch verdampfte Ölreste in Cockpit oder Passagierkabine gelangen können. Manche Triebwerke einzelner Flugzeugtypen scheinen für diese „FumeEvents“ anfälliger zu sein als andere.
So gab es Häufungen beim Regionaljet BAe 146 und der Boeing 757, die durch Modifikationen reduziert wurden. Bei der Lufthansa war