Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung kommennun problemlos auf die höheren Ebenen Bad Saulgau / sz Die Stadt Bad Saulgau legt viel Wert auf behindertengerechte Einrichtungen. Mit dem neuen Aufzug im Rathaus kommt die Stadt dem Ziel „barrierefreies Bad Saulgau“ einen Riesenschritt näher. Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen können damit problemlos nicht nur die Büros im Erdgeschoss, sondern auch auf den anderen vier Ebenen erreichen.
„Ein historisches Gebäude wie das Rathaus barrierefrei zu machen, ist nicht unbedingt ein Kinderspiel“, erklärt Bürgermeisterin Doris Schröter. „Aber so etwas gehört heute einfach zu einem zeitgemäßen Bürgerservice dazu“. Dank des brandneuen Aufzuges ist es Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Bürgern nun möglich, in jedes Stockwerk des Rathauses zu gelangen. Termine beispielsweise beim Baurechtsamt (3. Ebene) oder dem Standesamt (1. Ebene) sind nun kein Problem mehr.
Insgesamt rund 220 000 Euro hat die Stadt hierfür in den Aufzug und die notwendigen baulichen Veränderungen im Rathaus investiert, wobei mit rund 168000 Euro ein großer Teil der Investitionssumme durch Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket und dem Ausgleichsstock gegenfinanziert ist. Im hinteren Eingangsbereich des Erdgeschosses haben Bürgerinnen und Bürger nun Zugang zum Aufzug, der neben dem Erdgeschoss auf vier weiteren Ebenen halten kann. „Natürlich hat das Rathaus keine vier Stockwerke“, erklärt Stadtbaumeister Peter Kliebhan. Die Ebenen des Anbaus, in dem die Kapelle des ehemaligen Franziskanerinnenklosters untergebracht war, sind jedoch versetzt zu den Ebenen des Hauptgebäudes. „Das hat den Einbau schon etwas kompliziert gemacht, weil wir einen Weg finden mussten, über einen Aufzug beide Gebäudeteile versorgen zu können“, so Kliebhan. Von der Funktionalität des Aufzuges überzeugt hat sich natürlich gleich Rathausmitarbeiter Michael van Beek, der selbst im Rollstuhl sitzt. „Für mich ist das ein schöner Tag. Endlich kann ich auch einmal schauen, wo meine Kollegen arbeiten“, freut sich van Beek auf seiner ersten Rundtour durch die oberen Stockwerke.